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Baden-Württembergischer
Luftfahrtverband e.V.
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14. Pilot Controller Meeting - 20 Jahre AK Sektoren - Hahnweide 2008

Bei der Veranstaltung am 27. September waren über 220 Segelflieger aus 40 Vereinen auf der Hahnweide anwesend. 20 Teilnehmer kamen von der DFS, BWLV, DaeC und dem Landesverband Bayern.

 

3er Formations-F-Schlepp

Höhepunkt neben den sehr informativen Vorträgen war ein 3er Formations-F-Schlepp über die Piste des Stuttgarter Flughafens.  Mit an Bord der Segelflugzeuge waren Helmut Montag, Peter Isele und Jochen Baumgarten von der Deutschen Flugsicherung. Mit diesem Überflug wurde die perfekt funktionierende Zusammenarbeit zwischen der DFS und den Segelfliegern eindrucksvoll dokumentiert.

 

 

   

Überflug der Piste des Flughafens Stuttgart

 

Für die langjährige kooperative Mitarbeit zur Sektorenregelung  wurden von BWLV-Präsident Gerd Weinelt geehrt:
- von der DFS: Helmut Montag, Peter Isele und Jochen Baumgarten,
- vom AK-Sektoren: Kurt Sautter und Eberhard Scheu.

Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der DFS wurde reger Gebrauch von der Mitflugmöglichkeit gemacht, sich ihr Arbeitsfeld aus der Luft anzusehen. Peter Isele und Jochen Baumgarten wagten mit Michael Zistler einen Segelkunstflug auf der ASK 21.

Flugvorführungen der Fa. Schempp Hirth, Fa. Graupner und der BL-Staffel ergänzten den unterhaltsamen Nachmittag.

 

Begrüßungsrede von Kurt Sautter

Kurt Sautter vermittelte in seiner Begrüßungsrede einen Rückblick über die Anfänge sowie über die Ziele und Aufgaben des AK-Sektoren im BWLV.

Auszüge:

„1988 gab es bei der BFS (Bundesanstalt für Flugsicherung) Pläne zur Erweiterung des 16sm-Kreises mit einer starken Einschränkung für den Segelflugbetrieb auf über 25sm.

Es galt nun, diese Erweiterung und Einschränkung des Segelflugbetriebs um Stuttgart durch gemeinsame Konzepte und deren gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Anforderungen der Luftraumnutzung abzuwenden bzw. so zu gestalten, dass ein sicherer Flugbetrieb für alle Nutzer gewährleistet werden kann.

Dazu schlossen sich die Luftsportvereine um Stuttgart zum Arbeitskreis-Sektoren unter  Einbindung des BWLV zusammen und suchten den Dialog mit der Flugsicherung in Stuttgart zur Lösung und gemeinsamen Sicherung des Luftraums sowohl für die Airliner als auch für uns Segelflieger.

Für diese inzwischen fruchtbare 20-Jahre alte Zusammenarbeit mit der damals BFS und seit 1992 DFS ganz herzlichen Dank.

Vordringlichste Aufgabe des Arbeitskreis Sektoren war die Vermittlung der Notwendigkeit an die Segelflieger zur absoluten Einhaltung von Vereinbarungen mit der DFS. Dazu wurden bzw. werden  jährlich Vereinsinfoabende als Multiplikatorenlehrgänge vom AK-Sektoren angeboten auf denen Erläuterungen, Unterrichtsmaterial sowie Änderungen im Süddeutschen Luftraum unter Beteiligung der DFS vorgetragen werden. Zum Verständnis für die Einhaltung von Luftraumgrenzen  trug auch die Selbstkontrolle der Fliegergruppen mittels durchgeführter Sektorenflüge bei.

Für den Luftraum und dessen Nutzung wuchs dadurch ab den 90er Jahren das notwendige Bewusstsein bei den nichtgewerblichen Nutzern, sprich uns Segelfliegern mit dem Ergebnis, dass wir ein zuverläßlicher Partner für den Lotsen in Langen und Stuttgart geworden sind.

So muß es bleiben, liebe Luftsportfreunde, denn Luftraumverletzungen sind keine Kavaliersdelikte! In Anbetracht der folgenden Zahlen ist dies auch unerlässlich:

Am Landesflughafen Stuttgart hat sich das Verkehrsaufkommen von ca. 80 000 in 1988 auf 160 000 Flugbewegungen im Jahr 2008 in 20 Jahren verdoppelt. Stuttgart liegt bundesweit mit diesem Verkehrsaufkommen an 4. Stelle, noch vor Berlin. Gleichzeitig sind im Umkreis von nur  25 Seemeilen um Stuttgart 869 Luftfahrzeuge, davon 621 Segelflugzeuge mit über 3200 Pilotenscheininhabern und 380 Flugschülern in 62 Vereinen auf 32 Fluggeländen beheimatet. Dies ist weltweit mit Abstand die größte Segelflugdichte generell und im Besonderen um einen Verkehrsflughafen herum.

Ziel des AK-Sektoren zusammen mit der Flugsicherung ist es, die bestehenden Segelflugsektoren so zu gestalten, dass eine sichere Nutzung des Luftraums für alle Luftraumteilnehmer gewährleistet bleibt, auch in Zukunft. Dabei benötigt der Segelflugsport eine flexible, wetterabhängige Nutzung des Luftraums, bekannt geworden als Stuttgarter Modell mit basisorientierten Höhenfreigaben. ...“

 

 

Der komplette Artikel erschien im November adler 2008, Seite 420 - 423, und kann hier heruntergeladen werden.