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Baden-Württembergischer
Luftfahrtverband e.V.
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Jahresgespräch in Langen im Dezember 2009

Arbeitskreis Sektoren: Jahresgespräch bei der DFS in Langen

Anfang Dezember 2009 waren acht Mitglieder vom Arbeitskreis Sektoren im BWLV bei der DFS in Langen. Im Mittelpunkt des Treffens stand der Meinungsaustausch über die vergangene Flugsaison im Raum Stuttgart. Jochen Knoblauch, Sachbearbeiter für den Luftraum rund um Stuttgart, begrüßte die Teilnehmer sowie seine Kollegen Jochen Baumgarten und Christian Sixt. In einem sehr offenen und konstruktiv geführten Gespräch wurde die Nutzung der Segelflugsektoren durch die Airliner und uns Luftsportler besprochen. Nachstehend finden Sie wesentliche Gesprächspunkte des Treffens:

Sektorenkontrollflüge

Den AK-Sektoren erreichen gelegentlich Informationen, dass Segelflugzeuge und neuerdings auch Gleitschirmflieger gesichtet werden, die sich nicht an die Festlegungen der Luftraumnutzung gehalten hätten. Auch der DFS liegen in der zurückliegenden Saison zwei Verstoßmeldungen vor. Da dies keine Kavaliersdelikte sind, streben die DFS und der AK-Sektoren ab 2010 erneut Kontrollflüge im Rahmen der Selbstkontrolle an. Die DFS, vertreten durch Jochen Knoblauch, will auch in diesem Jahr wieder die Voraussetzungen schaffen, dass derartige Flüge mit E- und K-Luftfahrzeugen in und oberhalb der aktivierten Segelflugsektoren stattfinden können. Dabei wird erwogen, dass Kontrollflüge mit Freigabe in Luftraum D und 500 ft oberhalb eines Segelflugsektors absolviert werden.

Standard Flugstrecke „Hornberg-Süssen“

Der Einflug vom Sektor Hornberg in direkter Linie in den Sektor Alb Nord ist im fliegerischen Alltag dadurch erschwert, dass der Sektor Göppingen durchquert werden muss, welcher meist nicht aktiviert ist. Von Seiten des AKS wurde angefragt, ob hier nicht eine Standartstrecke angelegt werden könnte, um auf einfache Weise eine Durchfluggenehmigung zu erhalten. Die DFS will für ein Jahr einen Probebetrieb einführen. Die DFS-Vertreter zeigten allerdings Bedenken, ob diese neue Regelung auch seitens der Segelflieger rege genutzt werde. Sollte sich herausstellen, dass der Bedarf an dieser Standardstrecke gering sei, wird sie nicht auf Dauer eingeführt. Nähere Details hierzu werden am 5.März in der DEULA im Rahmen eines Vereinsinfoabend von den DFS-Vertretern erläutert (siehe Terminhinweis).

Segelflug-ATIS

Die Segelflug-ATIS hat sich bewährt, die Sprachqualität ist zwischenzeitlich gut. Bei Aufsprachen zur Sektorenaktivierung/ Nichtaktivierung wird durch die DFS der Wochentag genannt. Dieser wird allerdings in der Aufsprache nicht geändert, wenn am Folgetag auch keine Aktivierung erfolgte, so lautet die Aufsprache z.B. am Sonntag: „Samstag, im Raum Stuttgart sind keine Sektoren aktiviert“. Es wurde vorgeschlagen bei Nichtaktivierung auf die Nennung des Wochentags zu verzichten.

Höhenfreigaben

Der DFS fiel auf, dass es im Sektor Alb-Nord und Sektor Nagold keine Freigaben höher als 6.000 ft gab und fragte, ob Anfragen für höhere Freigaben abgelehnt wurden. Seitens Alb-Nord ist dem AKS solches nicht bekannt, es wird eher davon ausgegangen, dass 6.000 ft ausreichend sind, da die Flugdistanzen von den einzelnen Plätzen in den Sektor Alb-Süd, der eine Höhenfreigabe bis 7.500ft aufweise, nicht groß sind. Über den Sektor Nagold mit dem daran angrenzenden Sektor Schwarzwald konnte keine Stellungnahme abgegeben werden, da Details von Nutzern nicht bekannt sind. Es liegt also an uns Segelfliegern/ Flugleitern bei entsprechenden Basishöhen die Freigaben bei der DFS zu beantragen. Andererseits spricht diese Erfahrung aus der Praxis auch für das STUTTGARTER MODELL, dass seitens der Segelflieger nur so viel „Höhe“ beantragt wurde, wie wetter- und luftraummäßig notwendig ist.

Sektoren deaktivieren

Aktivierte Sektoren sind in der Regel seitens der DFS bis Sunset aktiviert, obwohl wir Segelflieger diese oftmals gar nicht mehr benötigen. Die DFS fragt, ob nicht vorzeitig deaktiviert werden könnte. Dies wird als problematisch angesehen, da es ja keine Koordinationsstelle (früher Hahnweide) mehr gibt. Stattdessen wurde vorgeschlagen, dass die DFS vor einer abendlichen Deaktivierung beispielsweise auf der Frequenz 122,5 anfrägt, in welchen Höhen beispielsweise im Sektor ALB-Nord noch geflogen wird. Unabhängig davon ist natürlich die Regelung zur Deaktivierung der Höhenfreigaben durch die DFS bei Luftraumbedarf über die Segelflug-ATIS. Auf dieser besteht Hörbereitschafts-Pflicht während des Durchflugs durch einen aktivierten Sektor.

Besichtigung des Betriebsraums

Zum Abschluss des Besuchs konnten sich die Vertreter des AKS einen Eindruck im gigantischen Kontrollraum von den Arbeitsplätzen der Lotsen und Wachleiter verschaffen, was dann auch ausgiebig genutzt wurde.

 

Text und Foto: Kurt Sautter (AK-Sektoren)