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Herzliche Einladung zur BWLV-Mitgliederversammlung 2018!

Der Baden-Württembergische Luftfahrtverband lädt am
Sonntag, 18. November, 10 Uhr
sehr herzlich zur Mitgliederversammlung ein!

Diese findet statt in der Filderhalle Leinfelden (Bahnhofstraße 61, 70771 Leinfelden-Echterdingen).

Folgende Tagesordnung ist vorgesehen:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Grußworte
  3. Ansprache und Bericht des Präsidenten
  4. Entgegennahme des Geschäftsberichtes mit Jugend- und Sportberichten (adler-Veröffentlichung Ausgabe Oktober 2018)
  5. Rechnungsabschluss 2017; Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2017 mit Bericht der Rechnungsprüfer
  6. Entlastung des Präsidiums
  7. Haushaltsplan 2019; Genehmigung des Haushaltsplanes 2019
  8. Antrag des Vorstandes auf Änderung der Satzung in
    • § 23a  (neu, Verbandsordnungen)
    • § 18, 9. (Wahl der Rechnungsprüfer)
  9. Antrag des Präsidiums auf Verabschiedung folgender Verbandsordnungen:
    • Ehrungsordnung
    • Reisekostenordnung
  10. Antrag des Präsidiums auf Neufestsetzung des Beitrages
  11. Antrag des Präsidiums auf Verabschiedung der Beitragsordnung
  12. Wahl der Rechnungsprüfer
  13. Neuwahl des Präsidiums
  14. Anträge von Mitgliedern
  15. Ehrungen
  16. Verschiedenes, Mitgliederversammlung 2019

Anschließend: Steh-Imbiss im Foyer

Anträge von Mitgliedern zur ordentlichen Mitgliederversammlung müssen mit Begründung beim Geschäftsführer des Verbandes spätestens am 2. November 2018 eingegangen sein. Über Gegenstände, die nicht auf der Tagesordnung stehen, oder verspätet eingebrachte Anträge, darf in der Mitgliederversammlung nur verhandelt werden, wenn die einfache Stimmenmehrheit der Versammlung und des Präsidiums gegeben ist (§22, Abs. 2, BWLV-Satzung).

Wichtige Infos zu den Stimmscheinen:

Information für unsere Vereine:
Bitte bringen Sie zwingend die vollständig ausgefüllten Stimmscheine (Unterschrift des Vorsitzenden!) zur Mitgliederversammlung mit, da andernfalls das Stimmrecht sowohl bei mündlicher als auch bei schriftlicher Abstimmung nicht ausgeübt werden kann! Vor Ort können keine Ersatzstimmscheine ausgestellt bzw. gefertigt werden.

Information für unsere Einzelmitglieder:
Nach Vorlage Ihres Mitgliedsausweises erhalten Sie beim Einlass Ihren Stimmschein. Bitte bringen Sie daher zwingend Ihren Mitgliedsausweis zur Mitgliederversammlung mit.

Der BWLV freut sich über zahlreiche Teilnahme!


Die Mitgliederversammlung in der Filderhalle war gut besucht
BWLV-Präsident Eberhard Laur (links) verlieh Helmut Treiber die Klaus-Holighaus-Medaille
Vizepräsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß legte den Rechnungsabschluss für 2016 vor und erläuterte die Eckdaten des Haushaltsplans 2018
Zahlreiche Luftsportler erhielten eine Goldene Leistungsplakette für besondere flugsportliche Höchstleistungen
Bei der Verleihung der Klaus-Holighaus-Medaille mit Angehörigen des Namensgebers
sowie den früheren Preisträgern: (hinten v.l.) Ralf Holighaus, Eberhard Laur, Prof. Dr. Richard
Eppler, Helmut Treiber, Peter F. Selinger, (vorn v.l.): Brigitte Holighaus, Heide Treiber
Der bekannte Sportjournalist Karl Senne berichtete über seine fliegerischen Abenteuer in Afrika und anderen Teilen der Welt

BWLV-Mitgliederversammlung 2017 - Verband ist bestens aufgestellt

Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des  BWLV trafen sich am Sonntag, 5. November, rund 250 Delegierte aus 74 Luftsportvereinen, Behörden und Institutionen sowie Förderer des Luftsports in der Filderhalle in Leinfelden. Die Versammlung verlief harmonisch: Rechnungsabschluss und Haushalt wurden einstimmig angenommen, auch die Entlastung des Präsidiums erfolgte einstimmig. Höhepunkt waren ein packender Festvortrag des ehemaligen Fernsehjournalisten Karl Senne sowie die Verleihung der Klaus-Holighaus-Medaille an Helmut Treiber.

Zunächst richteten mehrere Ehrengäste das Wort an die Versammlung. So sprachen Ministerialrat Dr. Manfred Dahlheimer vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, Leinfelden-Echterdingens ehrenamtlicher Stellvertreter für den OB, Erich Klauser, sowie Sigrid Berner, Vizepräsidentin des Deutschen Aero Clubs (DAeC), zu den Mitgliedern. 

Im Anschluss folgte der Festvortrag von Karl Senne. Der frühere ZDF-Sportchef und Moderator des „Aktuellen Sportstudios“ nahm seine Zuhörer mit Erzählungen und Filmen mit auf eine faszinierende Reise zu seinen Abenteuern in Namibia, Australien und anderen Ländern (Näheres hierzu siehe separater Bericht). Als Senne geendet hatte, wurde er mit viel Applaus bedacht.

BWLV-Präsident Eberhard Laur dankte ihm im Namen der Fliegergemeinde herzlich, überreichte ihm ein Präsent und ging anschließend in seiner Ansprache auf die wichtigsten Themen im abgelaufenen Jahr ein.

90-Jahr-Jubiläum und Inbetriebnahme der Technischen Werkstatt am Klippeneck
Mit der Einweihung der neuen Technischen Werkstatt am Segelfluggelände Klippeneck habe der BWLV einen wichtigen Schritt voran gemacht, sagte Laur. Am Klippeneck sei der Verband auf einem guten Wege, durch Konzentration der Maßnahmen sein Leistungsangebot im Bereich der Lehrgangsmaßnahmen zu stärken. Daneben gelte es, den Standort als Luftsportzentrum weiter auszubauen. Der neue Sanitärtrakt unterstütze dieses Bemühen, das auch getragen werde von der Initiative der am Klippeneck beheimateten Fliegergruppen.

Neuordnung der Landesluftfahrtbehörden
Die Zentralisierung der Luftfahrtbehörden im Land, die 2017 erfolgte, nannte Eberhard Laur gelungen: „Wir stellen fest, dass die Neuformierung der Sachreferate zu einer Konzentration der Fachkompetenz geführt hat.“ Dies helfe in allen Verfahren und allen Beteiligten. „Wir freuen uns auch, dass nun in vielen Regelungsbereichen ein einheitliches Verwaltungshandeln einkehrt. Das schafft Verlässlichkeit und Vertrauen“, sagte Laur. Ebenso wie der BWLV hätten sich die Behörden hier auf den Wandel eingestellt, um handlungsfähig zu bleiben. "BWLV und Landesluftfahrtverwaltung bleiben also am Ball und gehen mit der Zeit. Aufgabenstellungen wechseln, Herausforderungen bleiben", so Laur.

Einführung der Verwaltungssoftware "Vereinsflieger.de"
Der BWLV-Präsident betonte, dass der Verband mit dieser Maßnahme nicht nur die aufwändige Dokumentationsarbeit in den Ausbildungsbetrieben der Vereinen verbessere. Vielmehr eröffne das neue Software-System dem BWLV auch die Möglichkeit, Mitgliedermeldungen online-gestützt vorzunehmen. „Wir machen diesen Schritt bewusst optional, hoffen aber, dass im Laufe der Zeit möglichst alle Vereine von dieser Vereinfachung des Kommunikationsweges zwischen Verband und Vereinen Gebrauch machen“, sagte der Präsident. Letztlich gehe es um Arbeitserleichterungen auf allen Ebenen, die anderweitige Freiräume  eröffneten. „Das alles geht aber nur gemeinsam. Wir müssen bereit sein, an diese Reform positiv heranzugehen, mitzuarbeiten und uns einzubringen“, appellierte Laur an die Mitglieder.

Neue Verbandshomepage
Laur berichtete, dass der Verband in den vergangenen Monaten seine Homepage überarbeitet und übersichtlicher gestaltet habe. Somit könnten wichtige Botschaften noch griffiger und einfacher gegenüber den Mitgliedern kommuniziert werden.

Drohnen-Fliegerei
Angesichts der rasanten technischen Entwicklung und immer mehr sogenannter Drohnen, die im Luftraum unkontrolliert unterwegs seien, stünden nicht nur der Modellflug, sondern auch die manntragende Luftfahrt vor enormen Herausforderungen. „Der BWLV hat die Zeichen der Zeit hier schon vor vielen Jahren erkannt: Mit unserem Präsidialrat Christian Schulz ist in dieser Thematik schon lange ein sehr versierter Luftsportler aktiv, der sich zwischenzeitlich auch auf Bundesebene beim DAeC in den Gremien einbringt“, berichtete Laur. Ihm dankte Laur ganz besonders für seinen Einsatz. Darüber hinaus appellierte er an die Luftsportler, das Thema indessen auch als Chance zu sehen, um eventuell neue Mitglieder zu gewinnen.

Ausbau der Windenergie
An zahlreichen Flugplätzen im Land gebe es Probleme mit der geplanten Errichtung von Windparks in Flugplatznähe, berichtete der BWLV-Präsident. Die Haltung der Landregierung hierbei sei für die Luftsportler erschütternd, da flugsicherheitsrelevante Probleme bei der Errichtung von Windkraftanlagen unter Berücksichtigung des aktuell geltenden Abstandsreglements nicht gesehen würden. In vielen Fällen habe der BWLV dennoch Teilerfolge erzielen können. Hansjörg Jung, Präsidialrat für Natur und Umwelt sowie Windenergie, sei hierbei unermüdlich im Einsatz. Laur betonte, der Verband werde die Vereine weiterhin nach Kräften unterstützen. „Ich sage klar: In Sachen Windkraft und Energiewende in der BWLV neutral. Als Landesverband setzen wir uns aber immer dort ein, wo unsere Flugplätze betroffen sind. Und das mit aller Macht und Konsequenz!“

Forderungen des Naturschutzes
Mittlerweile gebe es kaum mehr eine behördliche Genehmigung luftrechtlicher Art, die ohne vorherige Anhörung der zuständigen Umweltbehörde getroffen werde, berichtete Laur. Immer häufiger erfolgten hierbei Einschränkungen durch überzogene Forderungen des Naturschutzes, welche die Ausübung des Luftsportes erschweren. „Zurecht können wir darauf verweisen, dass wir seit Jahrzehnten an unseren Fluggeländen der Natur hervorragende Freiräume schaffen“, gab Laur zu bedenken, „Luftsport ist ein sauberes und umweltfreundliches Hobby!“ Deshalb werde der BWLV diesen Forderungen mit Nachdruck entgegen treten.

Leistungssport
In den zurückliegenden Monaten waren die BWLV-Sportler erneut sehr erfolgreich. Auf zahlreichen Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften konnten Siege und vordere Platzierungen errungen werden. Eberhard Laur gratulierte allen Beteiligten und dankte ihnen für ihren Einsatz.

Luftsportjugend
Ohne die Luftsportjugend sei der BWLV nicht denkbar, so Laur. Eine Vielzahl an Jugendmaßnahmen ermögliche der Luftportjugend das Hineinwachsen in die Vereine und in den Luftsport. Der Fachausschuss Jugend unter der Führung von Landesjugendleiter Oliver Goller habe erneut Herausragendes geleistet. Der BWLV-Präsident dankte auch hier allen Helfern und jungen Luftsportlern herzlich für ihr tolles Engagement.

Dank
Zum Abschluss seiner Ansprache dankte Eberhard Laur allen, die die Arbeit des Verbandes vielfältig unterstützen, insbesondere dem Land Baden-Württemberg, der Landesregierung und der Luftfahrtverwaltung, dem Landessportverband und den Sportbünden als Partner im Förderverfahren, den vielen Institutionen und Einrichtungen in der Luftfahrt wie etwa das Luftfahrtbundesamte – Außenstelle Stuttgart – sowie die Deutsche Flugsicherung – Außenstelle Stuttgart – und nicht zuletzt den Freunden, Förderern und Gönnern des Verbandes; zuvorderst die Hellmut-Niethammer-Stiftung und der Hanns-Kellner-Fonds. Ein Dank ging auch an alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen. Im Anschluss an seine Ansprache nahm Eberhard Laur eine besondere Ehrung vor.

Klaus-Holighaus-Medaille für Helmut Treiber
In Helmut Treiber ehrte der BWLV-Präsident einen Segelflieger, der ähnlich wie der unvergessene Namensgeber Klaus Holighaus, sowohl als Leistungssegelflieger wie auch als Konstrukteur Bestmarken gesetzt habe.
Schon während seines Maschinenbau-Studiums in Braunschweig habe Helmut Treiber in der dortigen Akaflieg seine Leidenschaft für den Segelflug ausgelebt und als deren Vorsitzender viel erreicht, berichtete Laur. So habe Treiber an den Konstruktionen der SB 8 und die SB 9 maßgeblich mitgewirkt und diese auch erfolgreich bei Deutschen Meisterschaften geflogen. Hierbei habe die Laufbahn des späteren großen Leistungssegelfliegers Helmut Treiber begonnen, der von 1968 bis 1991 bei zahlreichen deutschen Segelflugzeug- und Motorseglermeisterschaften dabei war. Seine bedeutendsten Erfolge: 1979 erflog er sich eine deutsche Bestleistung in der Kategorie größte Dreieck-Strecke mit 837 Kilometer, 1988 wurde er Vize-Europameister der Motorsegler in der 18m-Klasse, und 1990 erflog er sich gar den Weltmeistertitel der Motorsegler in der 18m-Klasse. 1992 dann der spektakuläre Weltre-kord um drei Wendepunkte mit 1030 Kilometern in der Offenen Klasse, gefolgt von vier deutschen Rekorden in der 15m-Klasse im Jahr 1997.
Als Konstrukteur sei Treiber an bahnbrechenden Entwicklungen beteiligt gewesen, sagte Laur. Hervorzuheben sei hier insbesondere seine Mitwirkung an der Entwicklung der SB 10, des damals größten und leistungsfähigsten Segelflugzeuges der Welt. Hier sei es ihm gelungen, wichtige Grundlagen für die Luftfahrtzulassung von CFK-Bauteilen zu schaffen. So seien letztlich auch die Voraussetzungen geschaffen worden, die später mit Einführung der Kohlefaser-Bauweise neue Leistungspotentiale im Segelflugzeugbau erschlossen.
Seit 1972 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2006 sei Treiber neben Klaus Holighaus einer der entscheidenden Konstrukteure bei der Firma Schempp-Hirth in Kirchheim/Teck gewesen. Dort habe er seine Erfahrungen vor allem in der KFK-Bauweise eingebracht. Als Konstrukteur sei er an allen Flugzeugen von Schempp-Hirth beteiligt gewesen. Nach Klaus Holighaus‘ Unfalltod wurde Helmut Treiber Chefkonstrukteur. „Mit immensem Einsatz, mit Weitblick, Erfahrung und überzeugenden Argumenten hat er alle nachfolgenden Flugzeuge der Firma mit Erfolg weitergeführt und entwickelt“, so Laur.
Helmut Treiber habe sich über Jahrzehnte hinweg  in ganz besonders hervorragender Weise um den Luftsport verdient gemacht, sagte Laur in seiner Laudatio. Deshalb habe er die hohe Ehrung in besonderem Maße verdient. Anschließend überreichte Eberhard Laur an Helmut Treiber die Klaus-Holighaus-Medaille und dankte ihm für seinen großen Einsatz im Luftsport.

Rechnungsabschluss für 2016 und Haushaltsplan 2018
Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2016 wurde nach einem positiven Bericht der Rechnungsprüfer, die die Finanzen für ordnungsgemäß befunden hatten, von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der BWLV-Vizepräsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß stellte die Eckdaten des Haushalts für 2017 vor. Auch dieser wurde einstimmig genehmigt. Die Rechnungsprüfer Ewald Krumm, Klaus Wegmann-Merseburger, Michael Neudel und Horst Ehni wurden von der Versammlung wiedergewählt. Der BWLV wolle auch in Zukunft ein verlässlicher und professioneller Dienstleister für den Luftsport sein, betonte Hans-Joachim Proß in seiner Ansprache.

Entlastung des Präsidiums
Die Mitglieder entlasteten das Präsidium einstimmig und sprachen der BWLV-Spitze somit ihr uneingeschränktes Vertrauen aus. Die Entlastung nahm Hubert Matt, Präsident der LSG Hotzenwald, vor. In seiner Ansprache lobte er den BWLV als starker Interessenverband im Luftsport und schilderte dessen gutes Wirken anhand eigener Erfahrungen im Kampf gegen eine Windkraftanlage. Hier habe sich der Verband stets als verlässlicher Partner gezeigt, so Matt.

Ehrung der Luftsportler
BWLV-Vizepräsident Walter Eisele zeichnete insgesamt mehr als 30 Luftsportler, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan hatten, mit Goldenen Leistungsplaketten aus. Darunter waren Teilnehmer bei Welt- und Europameisterschaften sowie zahlreiche Deutsche Meister. Walter Eisele lobte die besondere Einsatzbereitschaft der Sportler und ihrer Vereine.
Darüber hinaus vergab er jeweils eine Goldene Leistungsplakette an den Flugsportclub Odenwald-Walldürn für die Ausrichtung des 59. Südwestdeutschen Rundflugs sowie an die Fliegergruppe Grabenstetten-Teck-Lenninger Tal für die Ausrichtung der Qualifikationsmeisterschaft zur Deutschen Segelflug-Meisterschaft der Junioren. „Ohne dieses herausragendes Engagement wäre es nicht möglich, Luftsport erfolgreich und nachhaltig zu betreiben. Deshalb danke ich allen, die dafür sorgen, dass unsere Luftsportler weiterhin so gute Bedingungen vorfinden, wie es derzeit der Fall ist“, resümierte Eisele in seiner Rede.
Zum Abschluss ermahnte er die Luftsportler noch einmal zur Geschlossenheit. Die Zersplitterung in einzelne Verbände für jede Sparte sei nicht zielführend. Vielmehr sei es notwendig, mit einer Stimme zu sprechen. „Nur wenn wir solidarisch zusammenstehen, können wir uns behaupten“, so Eisele. 
Im Anschluss an die Versammlungen trafen sich die Mitglieder zu einem Umtrunk und Imbiss im Foyer der Filderhalle. Dabei gab es einen regen Austausch und es wurden viele gute Gespräche geführt. 

Die nächste Mitgliederversammlung findet am Sonntag, 18. November 2018 in der Filderhalle in Leinfelden statt.

FESTVORTRAG VON KARL SENNE BEI DER MITGLIEDERVERSAMMLUNG: VERLOREN IN DER WÜSTE

Mitten im Nirgendwo in der Wüste Namibias: Es ist das Jahr 1978, weit und breit nichts als Sand, flirrende Hitze, staubige Straßen und höchstens hier und da ein paar Hütten. Mittendrin ein kleines Team, das im doppelsitzigen Segelflugzeug in der Luft über den scheinbar endlosen Sandflächen unterwegs ist. Doch die Besatzung hat sich verflogen, hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Hilfsmittel wie GPS werden noch nicht eingesetzt, die mitgeführten Karten sind unbrauchbar, und auch sonst gibt es keine Anhaltspunkte. Was also tun?

Karl Senne hat genau diese Situation erlebt. Bei der BWLV-Mitgliederversammlung berichtete der bekannte Sportjournalist, der in seinem Berufsleben viel herumgekommen ist, als Gastredner von seinen Abenteuern in der Luft und zu Lande.

Damals, Ende der 1970er-Jahre, war der heute 83-Jährige zum Fliegen und Filmen mit den renommiertesten Segelfliegern auf Rekordjagd unterwegs am südwestlichen Zipfel Afrikas. Ein Kaff namens Bitterwasser in Namibia war auf dem besten Weg, wegen seiner optimalen klimatischen Bedingungen zum Eldorado der Segelfluggemeinde zu werden. In diesem Fall war es zum Ausgangspunkt für Senne und seine Mitstreiter geworden, um einige Weltrekorde zu erfliegen – heute gang und gäbe, damals angesichts der erbärmlichen Infrastruktur noch ein echtes Wagnis.

Senne selbst war seinerzeit nicht nur begeisterter Segel- und Motorflieger, sondern vor allem eins: Sportreporter. Schon seit den 1960er-Jahren war er für den WDR als Fernsehjournalist weltweit bei zahlreichen Sportveranstaltungen im Einsatz, wo er bei Wettbewerben und Meisterschaften die Kontakte zu seinen späteren Mitstreitern im Segelflug-Cockpit geknüpft hatte. In den 1980er- und 1990er-Jahren sollte er als Moderator des ZDF-Sportstudios bekannt werden, für das er insgesamt rund 150 Mal vor der Kamera stand. Später verantwortete er als Redaktionsleiter und schließlich als Sportchef das gesamte ZDF-Sportprogramm.

Damals in Namibia aber, so beschrieb es Senne, hätten sich seine Schwächen im Navigieren gnadenlos offenbart: „Ich dachte, ich krieg das hin. Aber Weltrekorde fliegen besteht nur zu zehn Prozent aus handwerklichem Können. Die restlichen 90 Prozent sind gute Organisation, wenn man überleben will.“ An eben jener guten Vorbereitung habe es indes gehapert: „Meine Karten waren 30 Jahre alt, und sie reichten nicht weit genug. Wetterberichte gab es nur für Jets, und auch sonst war alles äußerst primitiv. “ Exakte Informationen aber hätte er dringend gebraucht, als er zusammen mit Erwin Müller, Gründer der gleichnamigen Drogeriemarktkette und ebenfalls begeisterter Segelflug-Pilot und -Mäzen, an jenem Tag unterwegs war. „Wir hatten irgendwann wirklich keine Ahnung mehr, wo wir uns befinden“, erzählte Senne. 

Schließlich sei die kleine Besatzung auf einem Militärflugplatz gelandet. Eskortiert von Soldaten mit Maschinenpistolen seien Senne und Müller zu einem militärischen Vorgesetzten gebracht worden, der sich als Oberst der südafrikanischen Streitkräfte vorgestellt habe – mit Rückenwind hatte es die beiden waghalsigen Piloten bis ins Nachbarland getragen, 600 Kilometer weit entfernt von ihrem Startpunkt in Namibia.

Nach einer Übernachtung in Südafrika beim durchaus freundlichen Oberst habe das Team schließlich  weitere Widrigkeiten überwinden müssen. Es folgte laut Senne „der schlimmste Rückflug meines Lebens“ sowie zu guter Letzt eine Außenlandung auf dem Rückweg, rund 80 Kilometer vom Zielflugplatz entfernt, die eine unfreiwillige Übernachtung in der namibischen Wüste nach sich zog, bis Senne und Müller schließlich – zwar erschöpft, aber letztlich wohlbehalten - wieder in Bitterwasser ankamen.

Senne berichtete noch von weiteren Abenteuern, seien es nun illegale Filmaufnahmen im früheren sozialistischen Polen oder der Fliegerei im australischen Hinterland auf Flugplätzen ohne Wasser und Strom – unter Bedingungen, die heute kaum mehr vorstellbar sind und die nur mit einer gewaltigen Portion Enthusiasmus fürs Fliegen gemeistert werden konnten. Zudem gab er Einblicke in die großen Segelflug-Meisterschaften, die er im Laufe seines abwechslungsreichen Berufslebens begleitet hat.

Für seine Ausführungen bekam er viel Applaus von den Gästen. Der BWLV bedankt  sich noch einmal herzlich bei Karl Senne für seinen packenden und toll erzählten Vortrag, der die Mitgliederversammlung sehr bereichert hat!

Text und Fotos: Simone Bürkle

 

 

 


90 Jahre BWLV und Übergabe der Technischen Betriebswerkstatt

BWLV-Präsident Eberhard Laur (3.v.r.) und Ehrengäste
Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer bei seiner Ansprache
Der BWLV-Segelflugsimulator begeisterte Jung und Alt
Fallschirmweltmeister Klaus Renz bei seiner Landung
Die Old Fashion Jazzband spielte beim BWLV-Empfang
Schirmherr Justizminister Guido Wolf bei seiner Festrede
Segelkunstflug mit Robin Kemter
SWR4-Moderatorin Andrea Schuster im Gespräch mit BWLV-Präsident Eberhard Laur (Mitte) und Vize-Präsident Hans-Joachim Proß
Volles Haus bei der 90-Jahr-Feier
Wilhelm Heinz mit der Extra 300
Beim Flugplatzfest der ARGE Klippeneck

Mit einem großen Festakt hat der Baden-Württembergische Luftfahrtverband (BWLV) – Partner und Dachverband für rund 200 Vereine und 20.000 Luftsportler im Land – am Samstag, 6. Mai, sein 90-jähriges Bestehen auf dem Klippeneck bei Denkingen gefeiert. Zugleich erfolgte die offizielle Übergabe der neuen Technischen Betriebswerkstatt des Verbandes. Rund 300 Gäste waren vor Ort bei der Veranstaltung, deren Schirmherrschaft Justizminister Guido Wolf übernommen hatte. Im Anschluss hatte die Arbeitsgemeinschaft der Fliegergruppen am Klippeneck (ARGE) zu ihrem Flugplatzfest geladen.

Zumindest wettermäßig waren die Voraussetzungen für eine Festveranstaltung sowie ein Flugplatzfest nicht die besten: Zwischenzeitlich schüttete es am Wochenende wie aus Kübeln auf dem Klippeneck. Dennoch zeigten sich die Veranstalter sehr zufrieden mit der großen Resonanz und den guten Besucherzahlen. „Wir freuen uns über eine gelungene Feier und zahlreiche positive Rückmeldungen“, resümierte Eberhard Laur, der Präsident des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes. Und auch Sören Ebser, Sprecher der ARGE, betonte: „Zum Glück haben uns die Bewohner der Anrainergemeinden nicht im Stich gelassen, und es kamen einige Besucher.“

Diese erlebten zunächst einen offiziellen Festakt mit zahlreichen Ehrengästen,  diversen Showeinlagen, Musik und Bewirtung. Den Anfang machte Fallschirmweltmeister Klaus Renz, der pünktlich und zielgenau vor der neuen Werkstatthalle des BWLV landete und den Festgästen seine besten Grüße überbrachte. Das langjährige BWLV-Mitglied betonte, dass der Verband ihm stets ein guter und zuverlässiger Partner gewesen sei. „Ich wünsche dem BWLV mit seiner neuen Halle alles Gute!“, so Renz.

In seiner Begrüßung dankte BWLV-Präsident Eberhard Laur allen Freunden, Gönnern sowie am Bau der Werkstatt Beteiligten und erinnerte an die große Bedeutung des Klippenecks als Luftsportzentrum in der Region, wo der Verband künftig seine Aktivitäten bündle. „In all den Jahrzehnten war das Klippeneck immer einer der zentralen Orte der Verbandsaktivitäten und des Luftsportes, der weit über das Land hinaus Bedeutung erlangte. Und so ist es auch heute wieder. Technik und Ausbildung sind ein wesentlicher Schlüssel für den Erfolg des Luftsportes in gemeinnützigen Vereinen in Deutschland schlechthin. Und hierfür stehen gerade auch dieser Standort hier am Klippeneck und diese Ausbildungsstätte.“

Laur hielt zudem Rückschau über den Bau der neuen Werkstatt, in der nun alle Technischen Lehrgänge des Verbandes stattfinden. Das zweigeschossige Gebäude, das über eine Grundfläche von rund 400 Quadratmeter, ein großes Hebefalttor an der Vorderseite sowie einen Sanitärtrakt verfüge, der auch den Vereinen auf dem Klippeneck zugutekomme, sei modern und bestens ausgerüstet für alle Anforderungen.

Den Schirmherrn, Justizminister Guido Wolf, nannte Laur „einen guten Freund des Klippenecks“, der sich ebenso wie Rudolf Wuhrer, Bürgermeister der Gemeinde Denkingen, stets für die Belange der Luftsportler eingesetzt habe. Auch Alt-Ministerpräsident Professor Erwin Teufel, der als Ehrengast gekommen war, dankte Laur explizit für dessen langjährige Unterstützung.

Gleichzeitig appellierte Laur an die Politik, dass es nicht noch mehr gesetzliche Verschärfungen geben dürfe, welche die Fliegergemeinschaft unnötig belasten. Daneben drohten Einschränkungen durch Windkraftprojekte in Flugplatznähe. Rund 40 Flugplätze im Land seien hier betroffen, und auch am Klippeneck gebe es Planungen zur  Errichtung  von 230 Meter hohen Windrädern in geringem Abstand zum Flugplatz. „Da stellt sich schon die Frage: Wie geht es weiter und wie lange können wir unseren Sport noch ausüben und lautlos unsere Kreise über der Heimat ziehen?“, so Laur. Zugleich betonte der BWLV-Präsident, der Verband sei kein Gegner alternativer Energien: „Wir möchten bloß unseren Sport ausüben.“

Denn insbesondere der Segelflug in Baden-Württemberg habe eine langjährige Tradition und sei fest verankert in der Gesellschaft. Durch seine so genannte globale Ausbildungserlaubnis betreibe der BWLV die größte Segelflugschule der Welt. „Wir haben rund 1.100 Fluglehrer, 900 Flugzeuge und rund 2.000 Flugschüler pro Jahr in unseren Vereinen. Darauf können wir zurecht stolz sein!“, sagte Laur.

In seiner Ansprache gratulierte Justizminister Guido Wolf dem BWLV herzlich zu dessen Jubiläum und der Übergabe der Technischen Werkstatt. „Wie man sieht, bewegt diese Feier die Menschen, sie identifizieren sich mit dem Klippeneck und dem Segelflug hier“, so Wolf. Der BWLV sei für das Land und die Landesregierung ein wichtiger Partner. „Wenn Sie Unterstützung brauchen, sage ich Ihnen diese hiermit gerne jederzeit zu.“

Im Hinblick auf die Rolle der Politik gegenüber der Fliegerei und insbesondere dem Ehrenamt zeigte sich Wolf durchaus kritisch: „Ich habe das Gefühl, dass die Leute im Vereinswesen in Sachen Regulierung erwarten: Weniger wäre mehr. Mich berührt es immer peinlich, wenn ich erfahre, dass sich ein Verein heute kaum noch traut, einen Kuchen zu verkaufen, weil er dabei immer mit einem Bein im Gefängnis steht.“ Damit hatte der Minister offensichtlich einen Nerv getroffen und erhielt lang anhaltenden Applaus für seine Worte.

In Sachen Windenergie positionierte sich Wolf klar für die Belange der Fliegerei: „Segelflieger sind Freunde der Natur. Wir sollten keine künstlichen Konflikte aufbauen. Darum sage ich: Stellt dort Windräder auf, wo es ein gesundes Verhältnis zwischen Effizienz und Ertrag gibt. Es gibt wesentlich bessere Standorte für Windräder als das Klippeneck.“ Dem Verband wünschte Wolf weiterhin eine gute Zukunft und viele schöne fliegerische Erlebnisse.

Denkingens Bürgermeister Rudolf Wuhrer erinnerte in seiner Festrede an die Anfänge der Fliegerei auf dem Klippeneck. „1932 kamen ein paar Flieger mit ihrem Anliegen zum Bürgermeister von Denkingen – und schon war der Flugplatz genehmigt“, so Wuhrer. „Es muss aus heutiger Sicht bei all den bürokratischen Hürden für die Fliegerei das Paradies auf Erden gewesen sein.“ Den BWLV lobte Wuhrer als „Bewahrer einer reichen Tradition“, der seine Aufgaben stets in hervorragender Weise wahrgenommen habe. „Die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Menschen vor Ort war immer von gegenseitigem Vertrauen getragen und könnte besser nicht sein“, so Wuhrer. Dass der Festakt auf dem Klippeneck stattfinde, sei für die Gemeinde ein Zeichen großer Verbundenheit und ein Vertrauensbeweis. Denkingen sei ohne die Segelflieger nicht denkbar, und die Investition des Verbandes ein starkes Bekenntnis zur Zukunft des Geländes am Klippeneck. Wuhrer übergab Eberhard Laur einen Gutschein für einen Baum, der alsbald auf dem Klippeneck gepflanzt werden soll.

Den Abschluss im Reigen der Festreden bildete Wolfgang Müther, Präsident des Deutsche  Aero Clubs. Er dankte dem BWLV für dessen großes Engagement und mahnte, dass die Flieger allesamt verpflichtet seien, die lange Tradition zu wahren und weiterzugeben. Müther forderte, die Werkstatt zu einer echten Wirkungsstätte zu machen, von der aus zum Wohle der Vereine Gutes entstehe.

Im Anschluss an die Festreden überreichte BWLV-Präsident Eberhard Laur an die beiden langjährigen Mitglieder und Segelflugpioniere Bodo Stähle und Brigitta Keller die Ehrenmitgliedschaft des Verbandes.  Der 91-jährige Stähle war bereits seit 1941 fliegerisch aktiv und ist dies bis heute. So war er unter anderem Mitglied der Deutschen Segelflugnationalmannschaft, nahm an mehreren Deutschen Meisterschaften teil, wirkte als Segelfluglehrer-Ausbilder und war darüber hinaus im Verband als Funktionär tätig.  Auf sein Konto gehen fast 8.000 Starts mit mehr als 4.700 Flugstunden. Brigitta Keller war eine der ersten aktiven Segelfliegerinnen in Deutschland. Sie erflog in den 1950er- und 1960er-Jahren mehrere Höhen- und Weitenrekorde, war ebenfalls als langjährige Ausbilderin und Funktionärin aktiv. Besonders verdient machte sich Brigitta Keller um den Frauenluftsport.

Im Anschluss verweilten die Besucher bei Bewirtung und Musik der „Old Fashion Jazzband“. Zudem gab es Vorführungen von Wilhelm Heinz, der vom Degerfeld mit seiner Extra 300 gekommen war, und von Robin Kemter, der Segelkunstflug mit buntem Rauch in Perfektion zeigte. Am Segelflug-Simulator des BWLV herrschte reger Andrang, und die Luftsportjugend des Verbandes wie auch die Mitarbeiter der Stuttgarter Geschäftsstelle des BWLV sorgten dafür, dass die Besucher bestens versorgt waren. Bei guten Gesprächen klang die Festveranstaltung aus.

Beim anschließenden Flugplatzfest der ARGE Klippeneck, das sich auch auf den Sonntag erstreckte und das in den benachbarten Hallen stattfand, nahmen die Besucher gerne das Angebot der Vereine in Anspruch. Zwar machte das Wetter Aufführungen im Freien unmöglich.  Dennoch konnten zumindest in den Hallen einige Modellflugzeuge gezeigt werden – und auch an den großen Flugzeugen zeigten die Gäste reges Interesse. Mehrere Dutzend Helfer waren vor Ort, darunter Freiwillige des DRK und der Feuerwehr. Der Musikverein Denkingen steuerte die musikalische Untermalung bei.

Trotz der bescheidenen Wetterverhältnisse waren die Hallen gut gefüllt. „Zeitweise bildeten sich sogar Schlangen bei der Essensausgabe“, sagt der ARGE-Sprecher Sören Ebser. Insofern bleibt allen Beteiligten ein gemeinsames Fazit: Das Festwochenende auf dem Klippeneck war rundum gelungen.

Text: Simone Bürkle
Fotos: Simone Bürkle/Sören Ebser/Steffen Baitinger



BWLV-Mitgliederversammlung 2015

Ministerialrat Dr. Manfred Dahlheimer
Ministerialrat Dr. Manfred Dahlheimer
Einige der Ehrengäste
DAeC-Vizepräsident René Heise berichtete in seinem Festvortrag über das Mountain Wave Project
BWLV-Präsident Eberhard Laur (links) überreichte die Klaus Holighaus Medaille an Peter F. Selinger (rechts). Bei der Verleihung anwesend war auch Brigitte Holighaus, die Witwe des verstorbenen Namensgebers der hohen Auszeichnung.
BWLV-Vizepräsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß stellte die Eckdaten des Haushalts vor
BWLV-Präsident Eberhard Laur (rechts) ehrte zahlreiche erfolgreiche Sportler - hier die Segelflieger.
Rund 30 Sportler erhielten Goldene Leistungsplaketten in Anerkennung ihrer besonderen sportlichen Leistungen.
Peter F. Selinger (links) wurde mit der Klaus Holgihaus Medaille ausgezeichnet. Im Bild ist er zu sehen mit Professor Dr. Richard Eppler, der die besondere Ehrung im Jahr zuvor erhalten hatte.
Die Vertreter des LSV Weinheim mit BWLV-Präsident Eberhard Laur (2.v.l.).

Zur Mitgliederversammlung 2015 des BWLV trafen sich am Sonntag, 8. November, rund 250 Delegierte aus 85 Luftsportvereinen, Behörden und Institutionen sowie Förderer des Luftsports in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen. Bei den turnusmäßig anstehenden Neuwahlen wurden die Mitglieder des Präsidiums, die sich fast alle erneut zur Wahl gestellt hatten, einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung der Klaus Holighaus Medaille in Gold. Diese erhielt Peter F. Selinger. Zudem wurde Kurt Ehmann für seine besonderen Verdienste um den Luftsport mit der Goldenen Ehrennadel mit Diamant ausgezeichnet.


Zunächst richteten mehrere Ehrengäste das Wort an die Versammlung. Ministerialrat Dr. Manfred Dahlheimer, Leiter des Referates Luftverkehr im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg dankte im Namen der Landesregierung für das vielfältige Engagement des Verbandes, seiner Vereine und insbesondere der dort ehrenamtlich

Engagierten. Dieses finde auch zukünftig die Unterstützung der Politik und  der Verwaltung. Er zeigte sich erfreut, dass es im Rahmen einer sehr konstruktiven Zusammenarbeit der Luftfahrverwaltung mit dem BWLV gelungen ist, den EU- Umwandlungsprozess sowohl im Bereich der Lizenzierung wie auch des Ausbildungsbetriebes „ATO“ erfolgreich zu gestalten.

Dahlheimer sprach ferner das Spannungsfeld der Sicherheit der Luftfahrt im Zuge des Ausbaus der Windenergie an. Hier ergäben sich oft schwierige Problemlagen. Für die Luftfahrtbehörden hätte die Frage der Luftsicherheit hohes Gewicht. Im Eigeninteresse des Luftsportes warb Dahlheimer schließlich dafür, die Bemühungen des Luftsportes und der Luftfahrt insgesamt zur weiteren Reduzierung des Fluglärms fortzuschreiben. Nur so könne dauerhaft der gesellschaftliche und politische Konsens erhalten werden, der die Freiheit am Himmel auch für den Luftsport absichert.

Leinfelden-Echterdingens Bürgermeister Dr. Carl-Gustav Kalbfell unterstrich die wichtige Funktion des Luftsportes für die Gesellschaft im Konzert ehrenamtlicher Vereinsaktivitäten und dankte erfreut dafür, dass der BWLV bereits zu achten Mal seine Mitgliederversammlung in der Filderhalle abhält.

Wolfgang Müther, der Präsident des Deutschen Aero Clubs (DAeC),unterstrich die Bedeutung des DAeC als zentraler für Interessenverband aller Luftsportler in Deutschland. Nur der konsequente und solidarische Schulterschluss aller Luftsportler garantiere  ein ausreichendes Gewicht bei der Artikulation und Durchsetzung luftsportlicher Interessen bei den politischen und behördlichen Entscheidungsträgern. Er warnte vor einer Zersplitterung des Luftsportes in Einzelfachverbände. Auch gelte es, Sparten übergreifend Geschlossenheit zu finden und gemeinsam am Strang zu ziehen. Dem BWLV und seinen Vereinen dankte Müther für die Unterstützung und die Solidarität. Ohne starke Landesverbände, die auf regionaler Ebene die Interessen bündeln und transportieren, sei auch auf Bundesebene der Erfolg nicht machbar. Gefragt sei der Beitrag jedes Einzelnen an der jeweiligen Stelle. 


Festvortrag von Rene Heise zur OSTIV-Expedition im Himalaya


In einem ausführlichen Festvortrag schilderte René Heise, Vizepräsident des DAeC, sodann die OSTIV- Expedition in Nepal, die im Januar 2014 stattgefunden hatte. Als Projektleiter des „Mountain Wave Project“ konnte Heise aus erster Hand von jener Forschungsmission zum Dach der Welt berichten. Der Vortrag vermittelte nicht nur interessante Erkenntnisse über die Strömungen in der höheren Atmosphäre und ihre Relevanzen für die Luftfahrt, sondern begeisterte auch mit eindrucksvollen Bildern der Segelflüge im Himalaya während der Expedition.

Anschließend ging BWLV-Präsident Eberhard Laur in seiner Ansprache zunächst auf die wichtigsten Themen im abgelaufenen Jahr ein. ATO-Umwandlung vorläufig abgeschlossen. Das zu Ende gehende Jahr markiere – zumindest vorläufig – den Abschluss des Vollzuges des neuen EU-Regelungswerks für die Luftfahrt. Nach der Umwandlung der Lizenzen sei nunmehr auch die Umwandlung des Ausbildungsbetriebes in eine ATO erfolgt, erläuterte Laur. Der Präsident konstatierte: „Der Schritt zur ATO ist erfolgreich umgesetzt worden.“ Dies sei vor allem das Verdienst vieler ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter im Fachreferat Ausbildung des BWLV, aber auch in den Vereinen im Land. Ihnen alle dankte Laur für ihren enormen Einsatz. Auch bei der Luftfahrtverwaltung bedankte sich Laur für die konstruktive Zusammenarbeit.


Erleichterungen im EU-Reglement

Das Jahr 2015 habe aber im EASA-Regelungsprozess noch mit einer anderen Wegmarke aufgewartet: Auf Initiative des EASA-Chefs Patrick Ky sei erstmals eine Task Force in Aktion getreten, die das Ziel verfolge, für die Kleinluftfahrt und insbesondere den Luftsport Erleichterungen im EU-Reglement zu formulieren. Vertreter des deutschen Luftsports im DAeC hätten in verschiedenen Gremien, auch über Europe Air Sports,Reformvorschläge eingebracht, berichtete Laur. Entstanden sei daraus ein Änderungsvorschlag unter anderem mit Erleichterungen bei der Lizenzierung, der Gastflugthematik und im Ausbildungsbetrieb.

Völlig überraschend sei jedoch kürzlich dieser Regelungsvorschlag der Task Force zurückgewiesen worden. Der Entwurf sei nicht mit den grundsätzlichen Inhalten der „Basic Regulation“, also dem Grundlagenwerk für das Europäische Luftrecht, vereinbar. „Das ist ein herber Rückschlag für uns alle. Aber wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben“,sagte Laur angesichts dieser unerfreulichen Entwicklung. Schon bald gebe es einen Neubeginn in der Arbeitsgruppe, die einen Alternativvorschlag erarbeiten würde, dem hoffentlich mehr Erfolg beschieden sein werde. „Auch der BWLV wird seine fachliche Kompetenz in dieses Verfahren einbringen“, so Laur.


Verbandsarbeit in Sachen Windenergie


Der Ausbau der Windenergie beschäftige die Luftsportler und den Verband weiterhin, berichtete der Präsident. An fast vierzig Flugplätzen sei der BWLV derzeit aktiv, um den dortigen Vereinen beizustehen. Der Präsidialrat für die Windkraft, Hansjörg Jung, leiste hier eine immense Arbeit und sei fast täglich für die  Luftsportler aktiv. Gerade auch dank seines Einsatzes hätten in vielen Fällen Verbesserungen vor Ort erzielt und schlimme Nachteile für den Luftsport vermieden werden können, berichtete Laur. Gemeinsam mit dem DAeC arbeite der BWLV auch daran, Gutachten zu erstellen, die eine solide Argumentationsbasis für Abwehrmaßnahmen schaffen. „Es kann und darf nicht sein, dass berechtigte und bestandskräftige Interessenlagen des Luftsports einem in vielen Fällen mehr als zweifelhaften Windkraftausbau geopfert werden“, sagte Laur. Hiergegen setze sich der BWLV mit Nachdruck ein.  Eberhard Laur dankte Hansjörg Jung für sein außergewöhnliches Engagement.


DAeC Ehrennadel in Silber für Präsidialrat Hans-Jörg Jung


Die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit Jungs  würdigte auch DAeC-Präsident Wolfgang Müther in einer kurzen Laudatio. Jung habe nicht nur als Pressereferent und Vorsitzender in seinem Heimatverein, sondern vor allem als Mitglied des BWL- Präsidiums Herausragendes geleistet. In der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit setzte er neue Maßstäbe. Mit den von ihm initiierten und jahrzehntelang durchgeführten Presseseminaren schuf er elementare Grundlage für die PR-Arbeit in den Vereinen. In gleicher Weise ist Jung seit Jahren mit einem enormen und fachlich hoch qualifizierten Engagement in Sachen Windenergie aktiv. Müther dankte Jung für seine herausragenden Leistungen und verlieh ihm die Silberne Ehrennadel des Deutschen Aero Clubs.


Erfolgreicher Verkauf des Segelfluggeländes Hornberg


Die Neustrukturierung der BWLV-Zweckbetriebe sei ein Schwerpunkt des vergangenen Jahres gewesen, erläuterte der Präsident. Hier sei ein wichtiger Teilerfolg erzielt worden: Der Verkauf des Segelfluggeländes Hornberg an die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd und die Fliegergruppe Waldstetten. „Wir alle freuen uns, dass es gelungen ist, die luftsportliche Nutzung dieses herrlichen Traditionsfluggeländes am Hornberg zu erhalten und weiter sicherzustellen. So geht der Dank an alle Beteiligten, die über Jahre hinweg auf dieses Ziel hingearbeitet haben“, sagte Laur. Nicht der bestmögliche finanzielle Profit habe  im Vordergrund gestanden. Es sei vielmehr immer das Ziel gewesen, im Bewusstsein der Verantwortung für den Luftsport und die Mitglieder des BWLV eine bestmögliche Lösung zu finden.

 Für den BWLV markiere der Verkauf aber auch den Schritt zur beabsichtigten Konzentration der Verbandsaktivitäten auf weniger Standorte, so Laur. Nur so lasse sich die Arbeit des Verbandes zukünftig effizienter, kostengünstiger und damit erfolgreicher gestalten. Laur informierte darüber, dass im laufenden Winterhalbjahr die Technischen Lehrgänge noch am Hornberg abgehalten werden. Der erste Theorielehrgang für Fluglehrer am Klippeneck habe indessen bereits stattgefunden. Dorthin würden 2016 sukzessive die Lehrgangsmaßnahmen im Bereich der Technik und der Fluglehrerausbildung verlagert. Ziel sei, das Klippeneck als Luftsportzentrum weiter auszubauen. Insoweit werde der Verband in den kommenden Jahren dort auch investive Maßnahmen umsetzen. So werde der Verband die strukturelle und betriebswirtschaftliche Konsolidierung in den kommenden Jahren weiter vorantreiben, erklärte Laur.


Umzug der Geschäftsstelle


Auch die Verlagerung des Geschäftsstellenbetriebes stehe an,berichtete der Präsident. Vor kurzem habe der Verband eine alternative Immobilie an einem verkehrsgünstig gelegenen Standort in Stuttgart-Vaihingen erworben. Das Objekt sei vom Gesamtzuschnitt, seiner Größe, seiner Ausstattung und seinem technischen Bauzustand mittelfristig besser geeignet, um die Verbandsaktivitäten effizient erledigen zu können. Auch werde mittelfristig die Kostenbelastung für die Unterhaltung des Geschäftsstellenbetriebes reduziert, sagte Laur.


Gute Jugendarbeit und Gewinnung/Erhalt von Mitgliedern


Weiter im Fokus der Verbandsarbeit stünden die Jugendarbeit sowie die Gewinnung und Erhaltung des Mitgliederpotenzials, sagte Laur. Er lobte die BWLV-Luftsportjugend, die unter der Führung von Oliver Goller und Chris Henninger ausgezeichnet gearbeitet habe. Eine Vielzahl an erfolgreichen Veranstaltungen sei durchgeführt worden. „Hierfür bin ich allen Verantwortlichen und unseren jugendlichen Luftsportlern sehr dankbar“, sagte Laur.

 

Des Weiteren befasse sich eine Arbeitsgruppe derzeit mit der Erstellung eines Konzeptes für Handreichungen und Hilfestellungen zur Basisarbeit in den Vereinen bei der Gewinnung neuer Mitglieder. Hierzu sollen in den nächsten Monaten erste Ergebnisse präsentiert werden.


Situation im Dachverband DAeC


In seiner Ansprache ging Präsident Laur auch auf die aktuellen Vorkommnisse in der Bundeskommission Segelflug ein. Diese hatten dazu geführt, dass ein neuer Vorstand gewählt worden war, dessen Vorsitz der BWLV-Vizepräsident und Segelflugreferent Walter Eisele übernommen hat. (Näheres dazu finden Sie in den Top News).

 

Dank für vielfältige Unterstützung

Zum Abschluss seiner Ansprache dankte Präsident Laur allen Freunden und Gönnern, zuvorderst der Landesregierung Baden-Württemberg und der Luftfahrtverwaltung, der Hellmut Niethammer-Stiftung, dem Hanns Kellner Fonds, dem SBW Förderverein sowie dem Förderverein für Segelkunstflug sowie allen Partner in Behörden in Institutionen.


Besondere Ehrungen:
Klaus Holighaus Medaille für Peter F.Selinger
Goldene Ehrennadel mit Diamant für Kurt Ehman


Im Anschluss an seine Ansprache nahm Eberhard Laur zwei besondere Ehrungen vor. Zum einen verlieh er die Klaus Holighaus Medaille in Gold an Peter F. Selinger. Mit dieser Auszeichnung, die nur einmal jährlich für herausragende Verdienste um den Luftsport vergeben wird, soll an einen der ganz Großen des Segelflugsports erinnert werden: Klaus Holighaus – exzellenter Segelflieger, begnadeter Segelflugzeugkonstrukteur und erfolgreicher Unternehmer der Firma Schempp-Hirth, der vor 21 Jahren bei einem Flug tödlich verunglückt war.

Peter F. Selinger, Jahrgang 1940, ist studierter Ingenieur und begnadeter Kenner des (historischen) Segelflugs. Er ist Mitarbeiter verschiedener Luftfahrt-Zeitschriften, Autor und Herausgeber mehrerer  Luftfahrtbücher, insbesondere zur Segelflug-Geschichte, darunter zum Beispiel „Segelflugzeuge – Vom Wolf zum Discus“,„Oldtimer-Segelflugzeuge“ und „Rhön-Adler“. Darüber hinaus ist Peter F. Selinger seit vielen Jahren als renommierter Luftfahrtjournalist tätig und gehört dem Regionalkreis Stuttgart des Luftfahrt-Presse-Clubs an. Er ist seit Jahren in der Historical Group der IGC engagiert, ist regelmäßig bei OSTIV-Veranstaltungen mit seinem Fachwissen gefragt, und er ist ein glühender Anhänger des Vintage Glider Clubs (VGC). Auch Peter F. Selingers fotografische Künste sind hochgeschätzt. Über viele Jahre hat er ein nahezu einzigartiges Archiv angelegt, das er Interessenten großzügig zur Verfügung stellt.„Peter F. Selinger ist ein ruhiger, besonnener Kenner, der mit großem Fachwissen und analytischem Verstand überzeugt“, sagte Laur in seiner
Laudatio. Dabei werde immer wieder deutlich, wie groß dessen Liebe zur
Fliegerei und im speziellen zu alten Segelflugzeugen ist. Man dürfe ihn
mit Fug und Recht als „historisches Gewissen“ des Segelflugs bezeichnen.
„Für den BWLV war und ist Peter F. Selinger ein verlässlicher und
unschätzbar wertvoller Partner. Immer wieder bringt er sich mit seinem
Sachverstand ein, liefert Beiträge für unseren „adler“, stellt auch
Bildmaterial zur Verfügung und steht auch sonst mit Rat und Tat zur
Seite. Dafür danken wir ihm heute herzlich und hoffen, dass uns Peter F.
Selinger noch lange in dieser wertvollen Beratertätigkeit zur Seite
steht“, sagte Laur anlässlich der Ehrung.
 
Des Weiteren verlieh Eberhard Laur die Goldene Ehrennadel mit Diamant
an Kurt Ehmann, langjähriger Vizepräsident und Ehrenmitglied im BWLV.
Die Goldene Ehrennadel mit Diamant ist neben der Ehrenmitgliedschaft die
höchste Auszeichnung, die der BWLV an Mitglieder zu vergeben hat. Sie
darf an maximal drei lebende Personen vergeben werden.
 
Kurt Ehmann sei seit 60 Jahren Mitglied und habe in diesen
Jahrzehnten die Geschicke des Verbandes maßgeblich begleitet und auch
geprägt. Er habe die Faszination für das Fliegen in all seinen Facetten
erfahren und umgesetzt, sagte Laur. Schon früh sei er in seinem Verein
als Fluglehrer engagiert gewesen und habe in Führungsfunktionen
Verantwortung übernommen. Als Präsidialrat sei Ehmann über viele Jahre
hinweg Vertreter der nordbadischen Fliegergruppen gewesen und habe vor
allem das Zuschusswesen in diesem Bezirk betreut und geprägt. Und auch
als Vizepräsident habe er Herausragendes geleistet, so Laur.
 
Ehmanns Verbundenheit zum Verband sei bis heute, auch nach dessen
Ausscheiden aus dem BWLV-Vorstand 2006, erhalten geblieben. Dies habe
Ehmann unter anderem immer wieder durch namhafte Spenden gezeigt.
„Dieses jahrzehntelange Engagement mit Rat und Tat, aber auch die
großzügige Unterstützung in der Projektarbeit durch Spenden verdienen
hohe Anerkennung und Respekt“, sagte der Präsident.

Eckdaten des Haushaltsplans 2016

Der Rechnungsabschluss für das Jahr 2014 wurde nach einem positiven
Bericht der Rechnungsprüfer, die die Finanzen für ordnungsgemäß befunden
hatten, von den Mitgliedern einstimmig genehmigt. Der
BWLV-Vizepräsident und Schatzmeister Hans-Joachim Proß stellte die
Eckdaten des rund 4,5 Millionen Euro umfassenden Haushalts für 2016 vor.
Auch dieser wurde einstimmig genehmigt.
 
Der BWLV wolle auch in Zukunft ein verlässlicher und professioneller
Dienstleister für den Luftsport sein. Das Ziel der Verantwortlichen des
BWLV bestehe darin, die Leistungen des Verbandes kontinuierlich zu
verbessern, Rationalisierungsmöglichkeiten auszunutzen und Kosten
einzusparen, ohne dabei  Dienstleistungen zu reduzieren. Das Fundament
des Erfolges und der sportlichen Leistungen liege bei einer
wirtschaftlich gesunden Struktur der Vereine und des BWLV, den gemeinsam
geschaffenen Werten sowie dem Augenmaß für das Machbare, so Proß.

Entlastung des Präsidiums und Neubesetzungen

Die Mitglieder entlasteten das Präsidium einstimmig. Es standen
turnusmäßige Neuwahlen an. Der langjährige Präsidialrat für besondere
Aufgaben Rüdiger Dube trat nicht mehr zur Wiederwahl an. Christian
Schulz kandidierte nach zwölfjähriger Tätigkeit nicht mehr für das Amt
des Referenten für Freiballonsport. Eberhard Laur würdigte die
besonderen Verdienste beider um den Luftsport. Er zeichnete Dube mit der
Silbernen Ehrennadel und Schulz mit der Goldenen Ehrennadel des BWLV
aus.
 
Dabei hob Laur hervor, dass er sich besonders darüber freue, dass
Christian Schulz dem Verband als Präsidialrat für besondere Aufgaben
erhalten bleibe. Er würdigte insbesondere dessen unermüdlichen Einsatz
im Rahmen des EASA-Regelungsprozesses, erwähnte aber auch dessen
vielfältiges Engagement, sei es bei Ballönertagen,
Fortbildungsveranstaltungen oder als Leiter eines bestens aufgestellten
Fachausschusses Freiballon im BWLV. 
Als Nachfolger für Christian Schulz im Amt des Freiballonreferenten stellte sich Frank Kruspel zur Wahl.

Neuwahl des Präsidiums

Dass die BWLV-Mitglieder großes Vertrauen in ihre Führungsspitze
setzen, bewiesen sie bei den anschließenden Neuwahlen. Sowohl Präsident
Eberhard Laur wie auch die Vizepräsidenten Hans-Joachim Proß, Walter
Eisele und Steffen Baitinger wurden jeweils einstimmig in ihren Ämtern
bestätigt. Auch die Präsidialräte Alfred Gai (Nordbaden), Professor Dr.
Helmut Albrecht (Nordwürttemberg), Hansjörg Jung (Natur- und
Umweltschutz, Windenergie), Gaby Haberkern (Frauensport), Arno
Breitenfeld (Südbaden), Dieter Beck (Südwürttemberg-Hohenzollern),
Christian Schulz (besondere Aufgaben) und Volker Rath (besondere
Aufgaben, Öffentlichkeitsarbeit) sowie die Referenten Hans Grüsy
(Fallschirmsport), Frank Kruspel (Freiballonsport), Oliver Goller
(Jugend), Walter Nerdinger (Motorflug/UL-Flug), Walter Eisele
(Segelflug), Steffen Baitinger (Technik) und Egon Schmaus (Ausbildung)
wurden von der Versammlung einstimmig gewählt. Alle Gewählten nahmen die
Wahl an.

Satzungsänderung einstimmig beschlossen

Nach einer Erläuterung der geplanten Satzungsänderung stimmten die
Anwesenden geschlossen für das Vorhaben. Es handelt sich um Anpassungen
vorhandener Satzungsregelungen, die der geänderten Praxis und Hinweisen
der Finanzbehörde geschuldet sind Der entsprechende Text wurde in der
Oktober-Ausgabe des adlers veröffentlicht.

Ehrung der Luftsportler

BWLV-Vizepräsident Walter Eisele zeichnete insgesamt mehr als 30
Luftsportler, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan hatten,
mit Goldenen Leistungsplaketten aus. Darunter waren Teilnehmer bei Welt-
und Europameisterschaften sowie zahlreiche Deutsche Meister. Eisele
lobte die besondere Einsatzbereitschaft der Sportler und ihrer Vereine. 
Darüber
hinaus vergab er jeweils eine Goldene Leistungsplakette an die
Fliegergruppe Freudenstadt für die Ausrichtung des 74. Deutschen
Segelfliegertages, den Sportfliegerclub Ulm für die Ausrichtung der
Deutschen Segelflugmeisterschaft in der 15m- und 18m-Klasse und die
Luftsportvereinigung Schwarzwald-Baar für die erneute Ausrichtung des
Südwestdeutschen Rundflugs. „Ohne dieses herausragendes Engagement wäre
es nicht möglich, Luftsport erfolgreich und nachhaltig zu betreiben.
Deshalb danke ich allen, die dafür sorgen, dass unsere Luftsportler
weiterhin so gute Bedingungen vorfinden, wie es derzeit der Fall ist“,
resümierte Eisele in seiner Rede.
 
Der BWLV – gut aufgestellt auf allen Ebenen
Im
Anschluss an die Versammlung trafen sich die Mitglieder zu einem Umtrunk
und Imbiss im Foyer der Filderhalle. Dabei gab es einen regen Austausch
und es wurden viele gute Gespräche geführt. 
Präsident Eberhard Laur
zog ein positives Fazit der Versammlung: „Der BWLV ist auf allen Ebenen
gut aufgestellt. Wir haben solide gewirtschaftet, und unsere Mitglieder
haben uns ihr Vertrauen deutlich gezeigt.“ Somit könne der Verband
zuversichtlich in die Zukunft blicken und den guten Weg, den er
eingeschlagen habe, gestärkt fortsetzen.
Text: Simone Bürkle
Fotos: Lothar Schwark