Klippeneckwettbewerb findet statt

Hygienekonzept ermöglicht die Austragung, allerdings muss der Wettbewerb ohne Zuschauer stattfinden.

Gute Nachrichten für die Segelfliegergruppen auf dem Klippeneck: Nach der Corona-Zwangspause 2020 ist Wettbewerbsleiter Martin Trittler von der ARGE Klippeneck sehr zuversichtlich, dass nach aktuellem Stand der Dinge der Segelflugwettbewerb in diesem Jahr wieder in der ersten Woche der Sommerferien, vom 30.Juli bis 7. August, stattfinden können wird.

Wie so viele andere Großveranstaltungen war auch der Klippeneckwettbewerb im vergangenen Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Obwohl es möglich war, den Flugbetrieb auf dem Klippeneck nach Abflauen der ersten Welle - anders als bei den meisten anderen Sportarten - unter strengen Auflagen als individuellen Freiluftsport wieder zu beginnen, war im Sommer 2020 ein Wettbewerb undenkbar.

Die aktuell niedrige Inzidenz und ein in den vergangenen Wochen gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Tuttlingen erarbeitetes Hygienekonzept ermöglicht nun im Sommer 2021 die Durchführung des Wettbewerbs unter Auflagen. Das gestufte Konzept schließt Szenarien bis zur Öffnungsstufe 4 ein, erst darüber müsste der Wettbewerb noch kurzfristig abgesagt werden.

Bei aller Freude darüber, dass die traditionsreiche Veranstaltung überhaupt möglich wird, bleibt für die Veranstalter ein Wermutstropfen. Nichts wird so sein wie gewohnt, denn der Wettbewerb, zu dem sich über 90 Teams aus Deutschland, der Schweiz, Belgien und dem UK angemeldet haben, bleibt in diesem Jahr eine rein sportliche Veranstaltung bei der nur Helfer und Teilnehmer Zugang zum Fluggelände haben. 

Für andere Zuschauer müssen die Tore geschlossen bleiben. Die sonst so beliebte Bewirtung im Hangar kann nur den Mitwirkenden zur Verfügung stehen. Dass die treuen Besucher aus der Region ein weiteres Jahr auf das beliebte Fliegerfest verzichten müssen, ist für die Vereine auf dem Klippeneck, die sich in der ARGE zusammen geschlossen haben eine herbe Enttäuschung, kam aber nicht unerwartet. Eine komplett offene Veranstaltung wäre in der aktuellen Situation organisatorisch wegen der notwendigen Kontaktverfolgung nicht zu stemmen.

Immerhin ist es dank des sehr verbreiteten GPS-basierten Antikollisionssystems Flarm für Segelflugzeuge und einer aktiven Internetgemeinde möglich, über Webseiten wie glidertracker.de oder live.glidernet.org die Wettbewerbsflüge auch von zu Hause aus live zu verfolgen. Wie in den vergangenen Jahren wird außerdem auf der Wettbewerbshomepage www.klippeneck-wb.de aktuell berichtet.

Spaziergänger außerhalb des Fluggeländes werden die vormittägliche spektakuläre Startphase, bei der im Schnitt pro Minute ein Segelflugzeug in die Luft gezogen wird, dennoch gut beobachten können, trotz der auch im Freien allgegenwärtigen AHA-Regeln.